Frauental schlägt Schachfreunde Graz mit 5:3 und ist alleiniger Tabellenführer

In der 4. Runde wurde der erfreuliche Erfolgslauf unserer Mannschaft fortgesetzt. Im Match gegen die Schachfreunde Graz gab es zwar keine Remisen aber am Ende einen 5:3 Sieg für unsere Mannschaft. Damit liegt unsere Mannschaft nun mit dem Maximum von 8 Matchpunkten vor Gamlitz und Feldbach-Kirchberg (je 6 Matchpunkte). Am 4. Rang liegt die Schachgesellschaft Graz (5 MP), unser Gegner in der nächsten Runde, die schon am 18. November gespielt wird.

Kurz zu den einzelnen Brettern:

1: Andreas Diermair (W) – Martin Christian Huber (S) 1:0
In einer sehr scharfen Partie der beiden Internationalen Meister mit wechselseitigen Opfern und beiderseits eher entblößten Königen hatte Andreas Diermair das bessere Ende für sich. Sehr starke Partie!

2: Stefan Cigan (S) – Georg Kravanja (W) 0:1
Bei seinem Debüt in der heurigen Landesliga-Saison traf Stefan Cigan auf einen sehr gut spielenden Gegner, der Stefan in einer Katalanischen Partie wenig Möglichkeiten zur Verschärfung des Spiels ließ. Als Stefan Cigan dann zu sehr auf eine Dynamisierung der Stellung spielte und eigene Schwächen in Kauf nahm, nützte Kravanja diese Schwäche sehr gut aus und führte seinen Vorteil konsequent und verdient zum vollen Erfolg.

3: Stefan Steiner (W) – Jurij Khalakhan (S) 1:0
Stefan Steiner zeigte, dass er diese Variante in der Holländischen Verteidigung besser kannte als sein Gegner und kam daher relativ rasch und eigentlich ungefährdet zum Sieg!

4: Johann Krebs (S) – Steffen Birk (W) 1:0
Johann Krebs zeigt in einem Sweshnikov-Sizilianer, dass der schwarze Springer auch in einem Endspiel mit Türmen seinem Läuferkollegen klar überlegen ist. Krebs musste zwar die längste Partie spielen, doch sein Sieg zeichnete sich schon früher ab, sodass die Mannschaftskollegen „relativ entspannt“ das Partieende abwarten konnten.

5: Ivan Zivanovic (W) – Simon Prato (S) 1:0
Wahrscheinlich die entscheidende Partie des Matches. Zivanovic kommt mit Vorteil aus der Eröffnung, erspäht eine taktische Kombination, die ihm schon frühzeitig den Sieg bringen soll. Leider hatte diese Kombination aber ein „Loch“ und Zivanovic hätte mit dieser Kombination eigentlich einen Bauern verloren. Zivanovic geht auf’s ganze, gibt eine ganze Figur her und opfert einen weiteren Bauern um weiter Druck auszuüben. Als sein Gegner schon alle Klippen umschifft hatte, strauchelt er plötzlich und stellt seinerseits eine Figur ein! Diese Chance lässt sich Zivanovic nicht mehr nehmen und führt die Partie noch zum Sieg!

6: Hugo Teuschler (S) – Kiaras Pretterhofer (W) 1:0
So wie auf Brett 2 wurde auch hier Katalanisch diskutiert, allerdings die geschlossene Variante. Nach 10 Zügen entsteht plötzlich eine sehr komplexe Stellung, bei dem es bei jedem Zug mehrere spielbare Möglichkeiten gibt. Beim Versuch zu vereinfachen, gerät Pretterhofer in ein etwas unangenehmeres Endspiel, in dem er dann 1-2 schwächere Züge spielt – und plötzlich ist die Partie für Hugo Teuschler gewonnen!

7: Peter Detter (W) – Alexander Lorenz (S) 0:1
Peter Detter hatte schon früh in der Eröffnung nur den zweitbesten Zug gespielt, sodass sein Gegner mit Schwarz rasch ausgleichen konnte. Wohl noch im Ärger über seine Eröffnung „vergaß“ Detter dann auf einen Zwischenzug und plötzlich war die Partie auch nicht mehr zu retten!

8: Lukas Weißensteiner (S) – Maximilian Toller (S) 0:1
Lukas Weißensteiner geriet in der Eröffnung etwas in Raumnachteil und wollte diesen mit einem Bauernopfer und Angriff kompensieren. Doch sein Gegner nützte die Bedenkzeit gut und fand die richtigen Verteidigungszüge und konnte seine Stellung konsolidieren und die Partie gewinnen.
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